So meisterst du eine Krise

Es gibt verschiedene Krisen. Momentan erleben wir gerade eine globale Krise durch das C-Virus. Unser Leben hat sich in fast allen Lebensbereichen drastisch verändert. Wie es nach den Lockerungen und dem Ende des Social Distancing aussieht weiss noch kein Mensch. Eines ist aber sicher, diese globale Krise bedeutet noch lange nicht, dass es für dich persönlich eine Krise bedeuten muss. 

 

Ich gehe in diesem Artikel auf persönliche Krisen ein. Die Krise kann im privaten oder im geschäftlichen Bereich entstehen. Egal wo sie dich betrifft, sie ist deine persönliche Krise. Kann sein, dass es eine Krise ist, die auch dein Umfeld betrifft, muss aber nicht. Denn ob du eine Situation als Krise erlebst oder einfach als eine Herausforderung, die es zu meistern gilt, ist sehr persönlich. 

 

Die momentane Situation ist für mich selbst keine Krise. 2017 habe ich mein Offline-Business schrittweise in ein Online-Business verändert. Deshalb kann ich meine Kundinnen und Kunden jetzt sehr gut unterstützen um aus ihrer stressigen Situation hinaus zu finden. Sie dabei unterstützen ihr Offline-Business mit Online-Möglichkeiten zu erweitern.

 

Ich war viele Jahre hintereinander die «Krisen-Queen wider Willen». Immer wenn ich dachte, schlimmer geht es nicht, kam schon die nächste Lawine. Wenn ich heute zurückschaue, habe ich durch diese vielen Krisen ganz viel gelernt. Vor allem fällt es mir heute immer leichter mit einer sich anbahnenden Krise umzugehen, bevor eine echte Krise daraus wird. Erfahrung zahlt sich aus. Veränderungene erleben wir immer. Hierzu mein Blogartikel über die 5 Stufen der Veränderung. So können Veränderungen besser verstanden und gesteuert werden.

Psychosoziale Krise

Eine Krise im psychologischen Sinn bedeutet der Verlust des seelischen Gleichgewichts. Wir werden mit Situationen konfrontiert, die uns in diesem Moment überfordern. Wir können gerade jetzt diese Situation nicht bewältigen. Unsere Emotionen fahren Achterbahn und wir sind in diesem Chaos gefangen. Das macht Angst und erhöht den Stresspegel ganz gewaltig. Gefühle der Ohnmacht, Wut, Verzweiflung und Resignation wechseln sich ab. Ausserdem sind wir unter Stress sehr schlecht im logischen Denken.

 

Gemachte Erfahrungen wie du diese Lebenssituationen meistern kannst, hast du nicht. Deine früheren Verhaltens- Handlungs- und Reaktionsmuster sind in dieser Situation anscheinend unbrauchbar.

Auslöser einer Krise

Das Leben ist im Fluss. Du entwickelst dich ständig. Wenn nun etwas ungewohntes geschieht, kann dich das total aus der Bahn werfen. Dein Weltbild durcheinanderwirbeln und vermeintliche Sicherheiten brechen weg.

 ·        Die Diagnose einer schweren Krankheit

 ·        Der Tod eines geliebten Menschen

 ·        Der eventuelle Verlust deines Unternehmens

 ·        Die Insolvenz deines eigenen Unternehmens

 ·        Die Angst, deinen Job zu verlieren

 ·        Der unverhoffte Verlust deines Jobs

 ·        Der Partner hat uns betrogen

 ·        Eine ungewollte Schwangerschaft

 ·        Eine dir nahe stehende Person erleidet einen schweren Schicksalsschlag

Auch eine Veränderung, für die du dich bewusst entscheidest, aber auch Rückschläge oder neue, intensive Erfahrungen können zu ungeahntem emotionalem Chaos in deinem Leben führen.

Eine Zeit, in der du dich neu orientierst, neu ausrichtest oder neu entdeckst kann ein weiterer Grund für eine Krise sein. Du bist von den vielen Möglichkeiten überfordert. Dabei fühlst du dich orientierungslos und weisst nicht, was du tun sollst, wie du dich richtig entscheidest.

Nicht alles wird zur Krise

Die innere Bedeutung des Krisenanlasses und die Fähigkeit sich damit auseinander zu setzen entscheidet darüber, ob aus einer Situation eine Krise entsteht. Wie intensiv diese auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene wahrgenommen wird. Ein unbeachteter Konflikt kann sich zu einer echten Krise entwickeln. Egal um was es geht, sich mit unangenehmen Situationen zu befassen verhindert oft eine richtige Krise.

Worst case Szenarien entwerfen

Denke positiv und beschwöre das Schlechte nicht herunter. Das ist so in unsere Köpfe eingedrungen. Also bitte, lieber nicht an etwas «Schreckliches» denken und einfach fröhlich leben. Nun, das kann funktionieren oder auch nicht. 

 

In Unternehmen werden für das Krisenmanagement «worst case» Szenarien entworfen und wie damit umgegangen werden kann. Kommt es zu diesem «worst case» kann das Krisenmanagement sofort agieren, als nur noch zu reagieren. 

 

Befasst du dich einmal für dich persönlich damit was für dich denn «worst case» bedeuten könnte und was du dann tun kannst, gibt dir das Sicherheit wenn dich eine Krise trifft. Nein, du beschwörst damit nichts herunter. Im Gegenteil, du verschaffst dir Klarheit. Genau das ist es, was diffusen Ängsten ein Ende bereitet. Ja, es geht in 90% der Krisen um Ängste.


Du hast dein Unternehmen gegründet, weil du deine Mission mit Leidenschaft verfolgst. Aber du hast auch eine Familie. Daher überlegst du dir krampfhaft, wie du dir mehr Zeit für deine Kinder und Partnerschaft nehmen kannst, ohne dass dein Business den Bach runtergeht.


10 Tipps eine Krise zu meistern

A Handlungsfähigkeit zurückerhalten

1. Annehmen der Situation

Je mehr du in den Widerstand gehst, je mehr wirst du leiden und deine Energie verlieren. Stellst du dich gegen das was jetzt gerade ist, wirst du verlieren – in 100% der Fälle. Es bringt dich keinen Schritt weiter. Egal wie sehr du dir wünschst, dass es anders ist, es ist nun gerade so. Willst du Krisen bewältigen, ist der erste Schritt immer, die aktuelle Situation so anzunehmen wie sie ist. Das bedeutet auf keinen Fall, dass du sie gut finden sollst. Es heisst nur, dass du nicht xMal versuchst mit deinem Kopf durch eine Betonwand zu rennen. Was glaubst du wer stärker ist?

 

Es bedeutet aber auch nicht, dich deinem Schicksal resigniert zu ergeben und nichts dafür zu tun, die Situation zum Positiven zu verändern. Übernimm die Verantwortung um aus deiner jetzigen Situation hinaus zu kommen. Versuche das Beste aus ihr zu machen.

2. Was ist das Schlimmste, das dir passieren kann

Ungewöhnliche Situationen machen uns Angst. Angst haben wir vor etwas das passieren könnte aber eventuell eben auch nicht. Wenn du gerade jetzt überfallen wirst hast du Furcht. Denkst du daran, du könntest überfallen werden ist das Angst. 

 

Wie du schon weisst ist eine Krise eine noch unbekannte Situation die dich überfordert. Diffuse Ängste die du nicht einmal benennen kannst wirbeln in dir herum. Also mache dir einfach klar, was theoretisch das Schlimmste ist, was aus dieser Situation entstehen kann. Was könntest du dann tun? Wie könntest du damit umgehen? 

 

So erhält deine Angst einen klaren Rahmen. Du kannst in diesem Moment erkennen, welche Auswirkungen die Situation haben könnte. Was so unangenehm klingen mag, gibt dir aber Aufschluss darüber vor was du denn Angst hast und was du tun kannst, sollte dies eintreffen.

3. Gefühle bewusst machen

Versuche so gut wie möglich dein emotionales Chaos zu sortieren. Welche Gefühle und Emotionen schütteln dich gerade durch? Schreibe sie auf und versuche zu erkennen, was genau dieses Gefühl verursacht. Achte auf deinen Körper und stelle fest, welches Gefühl wo in deinem Körper was verursacht. Nehmen wir zum Beispiel Wut. Was genau macht dich wütend? Wo im Körper spürst du die Wut und wie fühlt sich das an? Welches ist das stärkste Gefühl, das dich drangsaliert? Kennst du dieses Gefühl aus einer früheren Situation, einem früheren Erlebnis? Was hat es mit dem Heute zu tun?

4. Was tut dir jetzt gut

Wenn du deine Gefühle so beginnst zu sortieren, dann frage dich auch, was tut mir jetzt gut? Was kann ich für mich tun, um mein Gefühl XY auf der Körperebene zu beruhigen? Ist dies meditieren, singen, zeichnen, malen, tanzen, eine Massage, schreiben, jemanden anrufen, dem Gefühl einfach Raum geben und es zulassen bis es weniger wird, dich bewegen – frage dich, was dir jetzt gut tut. 

 

Durch diese ganz einfache Frage: «Was tut mir jetzt gut» schaffst du 1. wieder eine Verbindung zu dir selbst um 2. zu handeln. Es geht nur um dich und darum zu erkennen, was du brauchst. Etwas, das du dir selbst geben kannst, das du für dich selbst tun und entscheiden kannst. Damit erhältst du das Gefühl zurück selbst zu bestimmen.

5. Gönne dir Ruhe und Schlaf

Eine Krise macht müde, denn sie braucht deine ganze Kraft um sie zu überstehen. Schotte dich ab vor Forderungen und Erwartungen. Gönne dir Ruhe und Schlaf. Das hilft dir, dass du wieder Energie hast um mit der Situation umzugehen. Grenze dich ab von Menschen, die alles besser wissen, dir Vorwürfe machen und dich runterziehen. Die brauchst du echt nicht. 

B Stabilität schaffen

6. Versuche, die Situation so objektiv wie möglich zu betrachten

Durch die emotionale Verwicklung steigern wir uns oft so stark in unsere Probleme hinein, dass wir die Lösung gar nicht sehen können. 

 

Versuche, Abstand zu deiner Situation zu gewinnen, um sie so objektiv wie möglich zu betrachten. Du kannst jemandem deine Situation erzählen, wie wenn sie jemand anderen betrifft. Also, wie wenn du die Geschichte einer Bekannten erzählen würdest. 

 

Eine andere Methode ist es, deine Situation aufzuschreiben. Sprich ausserdem mit guten Freunden über deine Situation. Da sie nicht involviert sind, bemerken sie oftmals Dinge, die die dir nicht auffallen können. 

 

Wichtig ist es, lösungsorientiert an das Thema heranzugehen. Was ist das Gute an der Sache? Was kannst du tun, um deine Situation zu verbessern?

7. Erinnere dich daran, was du bisher schon alles geschafft hast

Wichtig ist es, dass du dich an soviel wie möglich erinnerst, was du schon geschafft hast. Welche schwierigen Situationen hast du schon gemeistert? Wie hast du das geschafft? So wird dir bewusst, welche Kraft und Stärke in dir wohnen. Auch wenn du dich jetzt noch schwach fühlst. Erinnere dich daran und das Gefühl, das du nach der Krise hattest. Was hat sich damals alles in deinem Leben verändert?

C Zukunft erschaffen

8. Erster Schritt zur Lösung

Stelle dir vor, wie dein Leben nach der Krise aussieht. Was tust du? Mit wem verbringst du Zeit? Wie verbringst du deine Zeit? Wo wohnst du? Was arbeitest du? Welches Hobby hast du? Was ist dir wichtig? Wie fühlst du dich? Wie willst du, dass dein Leben aussieht? 

 

Vielleicht denkst du nun, dass dies schon irre klingt mitten in einer fetten Krise sowas zu denken. Doch ja, gerade jetzt! Denn durch diese Gedanken (schreibe dir deine Visionen auf) kommst du in eine neue Orientierung und Ausrichtung. Du löst dich von der momentanen Situation und befasst dich schon mit deinem Leben, das du dir erschaffen kannst.

9. Bestimme den ersten, konkreten Schritt

Du hast dir also dein Leben vorgestellt und es dir auch aufgeschrieben. Nun kannst du an die Planung gehen.

 

Was willst du als erstes verändern? Bis wann?

 

Wie gelingt dir diese Veränderung?

 

Welche Schritte brauchst du dafür? (Informationen, von wem)

 

Was hat sich am Ende verändert, welches Ergebnis hast du davon?

10. Sei freundlich mit dir selbst

Behandle dich so, wie du deine beste Freundin behandeln würdest, wenn sie in einer Krise steckt. Sei grosszügig mit dir selbst und erwarte nicht, dass du Rom in einem Tag erbaust. 

 

Ja, du wirst Tage haben, an denen du wieder in einen Gefühlsstrudel gerätst, an dem du alles hinterfragst und den Sinn von allem in Frage stellst. Dann gehe zu Punkt 3 und 4. Eine Krise ist sehr oft von einem Verlust geprägt und dies bedeutet, einen Trauerprozess zu durchleben. Mehr dazu findest du unter Liebeskummer

 Belohne dich und feiere deine Erfolge!

 

Jeder kleine Schritt, den du machst, ist ein Erfolg! Er ist nicht selbstverständlich und du hast ihn geschafft! Sei dankbar, schätze dich selbst und belohne dich dafür! So wird dir überhaupt bewusst, dass du dich vorwärtsbewegst – raus aus der Krise!

Dir Unterstützung zu holen ist in einer Krise eine gute Idee. Ich biete dir ein erstes, kostenloses Klarheitsgespräch wie du die Krise meistern kannst. Schreibe mir ein Mail mit deiner Situation an kontakt@jacquelinebuerker.com und wir vereinbaren einen Gesprächstermin.