Wertvolle Geschenke

Wertvolle Geschenke

Was am Ende bleibt braucht keinen Koffer

Erinnerungen im Schneegestöber

Im leichten Schneegestöber bin ich am Haus betagter Nachbarn vorbeigekommen. Wir kennen uns nicht gut. Doch ein „Hallo, schönen Tag“, winken oder eine kleine Unterhaltung gehörten dazu. In letzter Zeit sah ich diese Nachbarin nicht mehr, dafür das Auto vom Pflegedienst. Ich bin im Schneegestöber, gehe an dem Haus vorbei und sehe zwei schwarz gekleidete Menschen, die da gar nicht hinpassten. Ich sah genauer hin und entdeckte das Auto eines Bestatters.

In dem Moment, mitten in Kälte und tanzenden Schneeflocken holte mich eine Erinnerung ein. Ich stand an einem strahlend schönen und warmen September Samstag 2015 in Kanada im grossen Garten meiner Eltern. Dieser Garten war für meinen Vater sein Eldorado, den er Stück für Stück richtig schön gestaltete, zur Freude meiner Mutter. Der Garten war für uns alle immer wieder der Ort an dem wir uns trafen, halfen, waren und ihn genossen. Es grenzt Wald an den Garten und ein Teil dieses Waldes, bis zum kleinen Fluss Creek, gehört zum Grundstück. Der Creek ist Heimat von Bibern, die ihre Behausungen da bauen. Das Rauschen der Blätter im Wind, das tanzende Glühen der Leuchtkäfer nachts, all das gehört zu diesem magischen Garten dazu.

Die Frage was „RICHTIG“ ist

Ich stehe an diesem Samstag im September mit einer grossen, schweren Schüssel mit der Asche meiner Eltern in den Armen da. Um mich herum Familie, Freunde und Verwandte. Wir sind alle traurig und niemand hat eine klare Ahnung wie es richtig ist, den letzten Wunsch meiner Eltern, ihre Asche in Wald und Garten zu verstreuen, zu verwirklichen. Ich begann damit und alle schauten zu. Das war für mich zu viel. So ging es nicht. Also rief ich „ok, jeder von euch nimmt nun diese Schüssel und ihr sucht euch die Orte aus, mit denen ihr eine oder mehrere Erinnerungen mit meinen Eltern verbindet“. Es kam verwunderte Bewegung in die Gruppe.

Freude ist stärker als Trauer

Erinnerungen wurden geteilt. Lachen, kichern und Heiterkeit ersetzten die bedrückte Stimmung. Denn alle hatten ihre persönlichen Erinnerungen und dazu kamen die geteilten Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Zeit. Es entstand Verbindung und Freude über so viel schöne Zeit, die zusammen verbracht werden durfte.

Denn am Ende bleibt genau das: Gemeinsam gelebtes Leben. Höhen, Tiefen, Freude, Lachen, Schmerz, Krisen, gemütliche Stunden, streiten und sich wieder vertragen – das Leben in all seinen vielfältigen Facetten.

Wir genossen zusammen die Tatsache, dass uns so viel verbindet und wie viel gemeinsam verlebte Zeit für immer bleibt. Wir standen da, redeten und genossen die Sonne bis ich zum Flughafen aufbrechen musste. Darf ein solcher Anlass fröhlich sein? Darf gelacht werden? Ja, denn es gibt so viel, wofür Freude und Dankbarkeit in unserer Erinnerung ist und bleibt. Ausserdem, meine Eltern hatten daran sicher ihre Freude!

Das wunderbare Geschenk

Es war das letzte Geschenk meiner Eltern an uns: Sich gemeinsam zu erinnern und dass diese Erinnerungen sehr viel stärker sind und die Trauer überstrahlen. Diese Erinnerungen überdauern alles und bleiben. Dies wurde uns an diesem warmen und sonnigen September Samstag bewusst. Gemeinsam verlebtes Leben mit allen Höhen und Tiefen ist ein bleibendes Geschenk, das alles überdauert!

So führst du erfolgreiche Beziehungen

So führst du erfolgreiche Beziehungen

 

Konflikte sind Beziehungsprobleme

Alles geht von Mensch zu Mensch. Die grössten Probleme im Business und Privatleben entstehen immer auf der Beziehungsebene. Schwelende Konflikte entstehen im zwischenmenschlichen Bereich. Sie können soweit ausarten, dass ein „gemeinsam“ nicht mehr möglich ist.

Wer Konflikten ausweicht, sie ausblendet und verdrängt hat schlechte Karten. Denn diese schwelenden Konfliktherde lodern plötzlich auf und hinterlassen grossen Schaden. Sehr oft enden sie dann vor Gericht. Schade, denn das muss nicht sein.

„Du verstehst mich einfach nicht!“

Wie oft dieser Satz täglich gedacht oder laut bis seeeehr laut ausgesprochen wird!

Beziehungen sind oft eine komplizierte Angelegenheit. Wir tun uns immer wieder schwer damit. Kinder haben wesentlich weniger Probleme mit ihren Beziehungen. Sie bringen ihre Gedanken und Wünsche klar zum Ausdruck. Sie zoffen sich und vertragen sich wieder. Sie sind grosszügig und es braucht einiges, bis sie einander die Freundschaft endgültig aufkündigen.

Je älter sie werden, je schwerer tun sich aber auch Kinder und Jugendliche mit ihren Beziehungen. Ob in der Familie, der Schule oder unter Freunden. Immer mehr Verhaltensregeln trüben die spontane, glückliche Beziehung, in welcher Fehler gemacht werden dürfen. Denn wir haben immer wieder erlebt, dass das was wir tun falsch ist. Daraus entstehen dauernde Schuldgefühle, die dich lähmen. Auch wenn du dir dessen nicht bewusst bist. Eng verbunden mit dem Gefühl der Schuld ist die Scham etwas falsch gemacht zu haben, versagt zu haben. Je grösser die Angst wird, desto destruktiver werden Beziehungen in allen Bereichen. Denn Ehrlichkeit und Offenheit bleiben mit diesen Gefühlen auf der Strecke.

Das Schwierige an Beziehungen – Kommunikation

Was macht es uns so schwer glückliche und/oder erfolgreiche Beziehungen zu leben? Es fehlt uns oft an der klaren Kommunikation.Wir sind ruhig und ziehen still unsere Schlüsse, ohne genau nachzufragen was wirklich gemeint ist. Wir denken, den anderen Menschen zu kennen. Doch, kennst du dich selbst? Weisst du über dich selbst immer so genau Bescheid?

Je älter wir werden, je mehr verschwindet die Spontanität in Beziehungen. Schliesslich gibt es klare Regeln und die müssen eingehalten werden. Doch damit verbauen wir uns auch die Möglichkeit, wieder klar zu formulieren was wir wollen. Unserem Gegenüber die Möglichkeit zu geben auch seine Gedanken, Wünsche, Vorstellungen und Träume mitzuteilen.

Bleibt dies aus, hängen diese stillen, unausgesprochenen Erwartungen in der Luft. Das Problem dabei ist, niemand kann uns von der Stirne ablesen was wir denken, wollen und erwarten.

Je mehr also diese stillen Forderungen die Luft zum atmen nehmen, je mehr steigen Frust und Ärger. Bis hin zum Knall wegen einem Nichts. Diesem Nichts, das alles aufbrechen lässt und viele Scherben hinterlässt. Das ist in Unternehmen genau so wie im privaten Bereich.

Klare Kommunikation – das Fundament guter Beziehungen

Gute, glückliche und erfolgreiche Beziehungen basieren auf Vertrauen. Doch Vertrauen kann nur aufgebaut werden, wenn wir klar kommunizieren. Sagen, was uns wichtig ist, was wir wollen. Nachfragen, wenn etwas unklar ist. Dabei fällt uns kein Zacken aus der Krone, schafft aber Klarheit.

Vertrauen bedeutet aber auch, die Bedürfnisse unseres Gegenüber ernst zu nehmen. Das ist nur möglich, wenn wir sie kennen. Empathie lautet das Zauberwort für gute und tragfähige Beziehungen. Doch wie steht es mit deiner Empathie? Wie gehst du mit dir selber um? Hier liegt oft der Haken.

Der Schlüssel für gute Beziehungen: Die Verbindung zu dir selbst

Es ist nur möglich mit anderen empathisch umzugehen, wenn du für dich selbst diese Empathie hast. Doch was bedeutet das? Wenn du selbst deine Bedürfnisse kennst und sie ernst nimmst. Wenn du dir selbst erlaubst Fehler zu machen, ohne dich dafür an die Wand zu nageln. Wenn du mit dir selbst aufmerksam und freundlich bist. Wenn du dir gegenüber so ehrlich wie möglich bist. Wenn du in dich und deine Fähigkeiten vertraust. Empathie ist gelebte Selbstliebe die es dir ermöglicht, anderen gegenüber empathisch zu sein. Mehr dazu findest du unter 1×1 der Selbstliebe.

Empathie nie mit Egoismus verwechseln

Es ist nicht zu verwechseln mit Egoismus. Egoismus ist kein Zeichen von Empathie, sondern von Mangel. Egoismus bedeutet nie genug zu haben. Sich einfach rücksichtslos zu nehmen, zu fordern und zu wollen. Dies aber auf Kosten von anderen. Egoisten sind nicht glücklich, denn sie haben immer Panik zu kurz zu kommen. Wenn du dich klar abgrenzt und nein sagst, ist das kein Egoismus. Es ist gelebte Empathie dir gegenüber. Je mehr unbewusste Ängste du mit dir herumträgst, je grösser sind deine Selbstsabotageprogramme. Sie basieren auf gemachten, negativen Erfahrungen die du gemacht hast. Sie wollen dich vor weiterem Schmerz schützen. Die Krux an der Sache ist die, dass sie aktiv sind, auch wenn du jetzt in einer ganz anderen Lebenssituation steckst. Diese Selbstsabotageprogramme sind auch in Beziehungen sehr wirksam. Sie führen oft zum Ende von vielen Beziehungen. Du weisst nicht einmal warum sie immer gleih enden.

Werte, auf denen gute Beziehungen aufbauen

Respekt, Wertschätzung, Anstand, Rücksicht, Klarheit und Vertrauen sind die Schlüssel zu richtig guten und erfolgreichen Beziehungen, die tragfähig sind. Dies gilt genau so im Business wie im privaten Leben.