4 Gründe warum deine Vorsätze scheitern und meine Tipps wie du sie wirklich umsetzt

Wir steuern mit grossen Schritten auf das neue Jahr zu. Nächstes Jahr wird sich alles ändern – hoffentlich! Gerade im Jahr 2021 wollen wir, dass sich vieles wieder ändert. Es geht um Planung, neue Ziele und eben diese Vorsätze. Vorsätze umsetzen ist auch im Alltag oft eine Herausforderung. „Morgen mache ich ganz bestimmt“ – wie oft sind diese Vorsätze gescheitert? Grosse Vorsätze umsetzen gelingt dir mit diesen 4 Tipps.

Beschäftigen wir uns doch mit den 4 Gründen, warum die guten Vorsätze meist schon im Februar dahin sind. Manchmal auch schon am nächsten Tag. Sehr oft merkst du vielleicht gar nicht, wie häufig deine Vorsätze im Alltag „vergessen“ gehen. Prokastinieren oder Aufschieberitis wird das auch gerne genannt. Etwas, das du dir vorgenommen hast und dann doch nicht tust. Diese täglich gescheiterten Vorsätze belasten dich immer mehr und verursachen ein stetig schlechtes Gewissen. Was schiebst du schon ewig vor dir her?

Hier geht es um die „grossen“ Vorsätze oder eben auch nur Vorsätze, um sie zu haben und das Gewissen zu beruhigen. Ein Moment, um dem den Schuldgefühlen zu entfliehen. Ja, das haben Vorsätze sehr oft gemeinsam: Schuldgefühle und die Angst vor etwas, das ohne diesen Vorsatz sicher passiert. Vorsätze umsetzen ist aus vier Gründen schwierig.

4 Gründe, warum Vorsätze scheitern und Tipps wie du sie wirklich umsetzt

Hand aufs Herz: Wie wichtig sind dir deine Vorsätze wirklich? Ja, das ist eine Frage, die du dir ehrlich beantworten solltest. Wenn dir ein Vorsatz nicht wichtig ist, sondern mehr ein Spiel ist oder einfach eine Möglichkeit, wird er schnell in einer Schublade verschwinden. Tschüssi und weg und bis zum nächsten Jahr – vielleicht!

1. Man macht das halt so mit den Vorsätzen

Im alten Jahr gute Vorsätze zu fassen ist eine Gewohnheit. Wie das Böllern an Silvester, Blei giessen und um 0.00h sich zuzuprosten und gerührt und glücklich ein Tränchen oder zwei zu verdrücken. Doch wie ernst ist es dir mit deinem Vorsatz wirklich? Ist es mehr ein kurz aufflackerndes Wunsch-Feuer oder willst du das wirklich ändern? Geht es darum den Keller aufzuräumen, eventuell einen neuen Job zu suchen oder um den klaren Entscheid dir deine Selbständigkeit aufzubauen?

Es braucht deine klare Entscheidung

Einen Vorsatz zu haben ist wie ein Essen, das du dir wählst und es dir dann serviert wird. Im Restaurant hast du eine Speisekarte und du kannst wählen, auf was du gerade Lust hast. Du entscheidest dich konkret, was du essen willst. Vielleicht nimmst du mehrere Gänge und am Ende erhältst du, was du bestellt hast. Natürlich nicht alles auf einmal, wenn du mehrere Gänge vor dir hast! Sie kommen in einer bestimmten Reihenfolge. So sollte es auch mit deinen Vorsätzen sein: Du hast die Wahl zwischen vielen Möglichkeiten. Entscheiden solltest du dich nur, auf was du wirklich „Appetit“ hast. Anders wie im Restaurant, bist du der „Koch“ und es sollte dir Spass machen, umzusetzen für was du dich entscheidest. Sonst bist du frustriert, bevor du startest.

2. Main-Stream Vorsätze aber nicht deine Vorsätze

Was waren deine Vorsätze der letzten Jahre? So allgemeine Vorsätze wie – aufhören mit rauchen – dir mehr Zeit nehmen – mehr Sport machen – Gewicht verlieren – mehr Ordnung halten – dich mehr um deine Freunde kümmern – weniger zu kaufen – dein Budget im Griff zu haben? Es sind Vorsätze, die gut klingen und die sich viele Menschen vornehmen. Diese Vorsätze auch umsetzen zu wollen ist aber eher selten. Es ist mehr ein Gesellschaftsspiel.

Mit diesen Vorsätzen gehörst du sozusagen mit zum „Rudel“. Es kann noch etwas Small Talk damit gemacht werden. Es entsteht so ein schönes Wir-Gefühl von verbunden sein. Jedenfalls für einen kurzen Moment. Die Gespräche werden dann noch geführt wie: „Wie sind die Erfahrungen?“ oder „Sind die Vorsätze schon wieder dahin?“ Irgendwann hören die Gespräche darüber auf. Das konnte ich teilweise auch in Gruppen-Programmen feststellen, an denen ich teilgenommen habe. Das Ziel, also der Vorsatz, ging oft schon während der Gruppenzeit verloren. Die Umsetzung blieb auf halber Strecke liegen. Nach dem Programm alleine weiter zu machen liegt vielen nicht und das Geld ist weg.

3 wichtige Frage für deinen Vorsatz

Wie fühlt es sich für dich an, diesen Vorsatz zu haben? Was versprichst du dir davon, diesen Vorsatz umzusetzen? Warum brauchst du überhaupt einen Vorsatz? Vorsätze sind Vorhaben und natürlich willst du das erreichen. Jedenfalls sollte das so sein. Wenn du dir die drei Fragen beantwortest, wird dir klar, wie wichtig dir dein Vorsatz oder nenne es Plan, wirklich ist. Hast du ihn um dein Gewissen zu beruhigen oder weil es eine Herzensangelegenheit ist?

3. Es sind keine Herzens-Vorsätze

Vielleicht denkst du, dass dies nun etwas sehr pathetisch klingt. Wenn es keine Herzens-Vorsätze sind, bedeutet das, deine Vorsätze sind dir gar nicht so wichtig. Du nimmst dir Vorsätze mehr, um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen, dich selbst zu beruhigen. Denn ein schlechtes Gewissen beruht auf Schuldgefühlen. Die meisten davon hast du, weil man sich anders verhält oder anders ist als du oder anderes tut wie du es eben tust.

So können diese Vorsätze ganz schön helfen, den anderen mitzuteilen, dass du ja vorhast dich zu ändern. Sie dämpfen deine Ängste etwas und das ist schon alles. Doch wirklich von Herzen kommen sie nicht. Immerhin, du zeigst du damit, dass es dir nicht gänzlich egal ist. Auch wenn es dir eigentlich egal ist. Doch den Schein wahren hilft auch um dich gut zu fühlen, oder? Hast du das auch schon so gemacht? Wenn ja, wie ging es dir dabei?

Es geht um deinen Herzens-Wunsch

Ein echt guter Vorsatz ist ein Herzens-Wunsch von dir, den du dir erfüllen willst. Denkst du daran, dass du alles tust um dir diesen Wunsch zu erfüllen, bist du einfach glücklich! Natürlich kannst du dir diesen Vorsatz-Herzens-Wunsch an Silvester klar formulieren. Mit dir selbst einen Vertrag machen, dass du dir diesen Wunsch im kommenden Jahr bis (Datum) erfüllst. Einen Vertrag mit dir zu machen und ihn aufzuhängen ist wirklich gut! Dann verschwindet nicht alles in einer Rumpelkiste.

4. Vorsätze sind keine konkreten Ziele

Ein Vorsatz ist noch lange kein klar definiertes Ziel mit einem Enddatum. Der Vorsatz „ich räume meinen Keller auf“ ist nicht richtig fassbar. Er ist kein klar definiertes Ziel wie: Ich räume bis zum (Datum) meinen Keller auf. Dafür nehme ich mir jeden Samstag eine Stunde Zeit. Das wäre ein klares Ziel mit einem Aktionsplan, wie es zu erreichen ist. Es wird für dich fassbar. Liegt dir der volle Keller wirklich „auf dem Magen“ und ist es ein Herzenswunsch von dir, diesen zu entrümpeln, dann schaffst du das auch. Ist es nur ein Vorsatz, ist er eine Möglichkeit aber nicht wirklich auf deiner To-do-Liste und bald vergessen. Doch immerhin, du hattest es vor, hat halt nicht in den Zeitplan gepasst. Was will man dir da vorwerfen? Vorsätze sind also sehr praktisch. Doch praktisch hat noch niemanden vorwärts gebracht.

Mach aus Vorsätzen klare Ziele

Nur wenn du aus deinen Vorsätzen fassbare Ziele machst, wirst du sie erfolgreich umsetzten! Vor allem, welcher Wunsch wird mit dem Erreichen des Ziels erfüllt? Das ist ein wichtiger Punkt, um dran zu bleiben, auch wenn es mal schwierig ist. Geht ein Wunsch in Erfüllung, dann freust du dich und bist glücklich. Das ist ein wichtiger Punkt dabei.

Vorsätze Jacqueline Bürker Blog
Nicht jedes Ziel lohnt sich den Weg zu gehen. Nicht jeder Vorsatz will umgesetzt werden.

Ziele sind attraktiver als Vorsätze

Wir machen uns keine Ziele für die wir schuften um sie zu erreichen, wenn wir dabei nicht einen super Gewinn haben! Der Gewinn ist immer das Ergebnis. Machst du eine Weiterbildung, so willst du als Ergebnis bessere Karrierechancen. Strebst du eine Selbständigkeit an, so hoffst du auf mehr Freiheit, das zu tun was dir Freude macht und damit gut zu verdienen. Hast du das Ziel auszuwandern, so versprichst du dir davon mehr Chancen für dich oder neue Erfahrungen. 

„Der Gewinn hinter jedem Ziel ist das überwältigende

Gefühl von Freude und Begeisterung. Genau das lässt dich motiviert

an deinem Ziel dran bleiben bis du es erreicht hast!“

Wähle also dein Ziel nach dem besten Gefühl das dir das Ergebnis liefern kann. Du willst abnehmen? Es geht nicht um die verlorenen Kilos, es geht um dein neues Lebensgefühl das du damit verbindest! Klar, der Weg dahin kann steinig sein. Das ist mit jedem Ziel so das du erreichen willst. Darum ist es unglaublich wichtig, dass dein Gewinn der Glücksgefühle hinter der Ziellinie super gross ist!

Wenn du dir vorstellst dein Ziel erreicht zu haben, wie fühlt es sich an? So lala? Dann wirst du es wohl eher nicht oder nur sehr schwer erreichen. Es braucht deine Begeisterung, dein inneres Feuer um deinen Weg zum Ziel konsequent zu verfolgen! Auch wenn es einen Umweg bedeutet, manchmal schwer ist und du dich fragst „warum tue ich mir das an?“. Ist der Gewinn gross, wirst du dran bleiben. 

4 Gründe warum Vorsätze scheitern Jacqueline Bürker

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