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Wie du deine Wut sinnvoll nutzt

Wie oft warst du schon wütend? Ich kann mir vorstellen, schon oft. Ich persönlich war früher oft wütend und manchmal einfach so, ohne Grund. Na ja, ich dachte jedenfalls, dass ich ohne Grund plötzlich tierisch wütend war. Dann war ich erst recht wütend und zwar auf mich, weil ich grundlos wütend war. Das half mir auch nicht weiter und ich konnte meine Wut nicht sinnvoll nutzen. Diese Situationen fand ich richtig mühsam und ich wollte wissen: Was macht uns denn wütend und was steckt hinter der Wut? Eines ist klar, wenn dich deine Wut regiert bist du ihr ausgeliefert. Ich zeige dir, wie du deine Wut sinnvoll nutzen kannst.

„Wut ist eine natürliche Reaktion auf Schmerz.“

Dieser Artikel ist in drei Bereiche aufgeteilt:

  1. Ursachen von Wut
  2. Was Wut bewirkt
  3. 3 konkrete Situationen in Business & Alltag, die wütend machen
  4. Wie du deine Wut sinnvoll nutzen kannst

Wut kommt auf, wenn du Angst hast und das löst automatisch Stress aus. Es sind Situationen, in denen du dich schlecht fühlst oder an unangenehme Erfahrungen erinnert wirst. Es ist eine natürliche Reaktion, damit wir uns wehren können. Wut kann Aggression auslösen oder in eine resignierte Haltung führen. Angst führt auf Dauer in eines der beiden Verhaltensmuster hinein.

1. Ursachen von Wut

Hast du dir schon mal den Zeh gestossen?

Hast du dir schon mal so richtig den Zeh gestossen? Ja? Dann weisst du, dass dies verdammt weh tut! Es erscheinen die in Comics gezeichneten Sternchen. Das tut so weh, dass ich dann fluchend herumhüpfe, bis der Schmerz nachlässt. Geht dir das auch so? Es ist eine normale Reaktion auf diesen unvermittelten Schmerz, der dich überflutet. Es geht gar nicht, ganz tapfer die Zähne zusammen zu beissen, ruhig stehen zu bleiben und dabei zu lächeln. Also ich schaffe das jedenfalls nicht :).

Am liebsten würde ich dann dem Gegenstand einen herzhaften Tritt versetzten. Mache ich aber nicht, da ich weiss, dass dies nochmals weh tut. „Menno, hättest du mal besser aufgepasst, echt“ ist dann der Selbstvorwurf. Tja, die Frage ist nur, warum habe ich in diesem Moment nicht besser aufgepasst?

Schmerz bedeutet für unseren Körper Stress pur! Jede Verletzung ist ein Körpertraumata. Ja, auch wenn du dich beim Gemüse schnippeln schneidest, ist das ein körperliches Trauma. Ein Trauma bedeutet einfach, es findet eine Verletzung statt. Emotionale Verletzungen lösen auch ein Trauma aus. Dies auf der emotionalen Ebene und kann körperlich spürbar sein. Am Ende des Artikels findest du den Link zum Trauma-Artikel.

Wut hat mit Gefahr und Schmerz zu tun

Was dir deine Wut zeigt ist, dass du verletzt bist. Eine Verletzung, ob körperlich oder mental, schmerzt. Dieser Schmerz macht wütend. Wenn du dir die Zeh anstösst bist du eben auf den Stuhl, das Tischbein, den Türpfosten und die eigene Unachtsamkeit wütend. Wut ist eine Emotion, die sich kraftvoll Bahn bricht. Du kennst ja vielleicht die Begriffe von „wutentbrannt“ und „schäumend vor Wut“ oder auch „rasend vor Wut“. Es zeigt sehr gut, was Wut auslöst. Sie kann dich und uns alle zu Reaktionen verleiten, die manchmal nicht angebracht sind. Ja, dir und anderen sogar schaden.

Weiter unten zeige ich dir einige Situationen auf, die wir heute als „gefährlich“ bewerten. Es ist dieses ungute Gefühl, dass etwas gar nicht gut läuft und wissen, dass es gefährlich ist. Nicht ein Steinschlag, ein Bär der vor uns steht oder etwas in der Art. Die heutigen, alltäglichen Gefahren sind viel häufiger im Zwischenmenschlichen anzutreffen.

Wut hat ihre Berechtigung, wenn sie nicht in „blinde Wut“ umschlägt und grossen Schaden anrichtet. Gefühle und Emotionen können wir nicht ignorieren, sie sind da. Doch wir können lernen, mit Emotionen und Gefühlen umzugehen. Denn wer dies nicht kann, schadet schlussendlich sich selbst.

Wut ist heute sehr unsexy

Wut ist heute verpönt. Schon in der Schule wird Wut einfach nicht mehr akzeptiert. Werden Kinder immer wieder von anderen Kindern fies behandelt, steigerst sich diese Wut über diese vielzähligen Verletzungen. Irgendwann kommt der Moment, wo so ein Kind selbst zuschlägt, weil es emotional überfordert ist und sich wehrt. Schlussendlich wird das Kind abgestraft, das zugeschlagen, geschubst oder getreten hat. Selten wird danach gefragt, warum es das getan hat.

Gerade Kinder sind noch sehr stark mit sich selbst und ihren Emotionen verbunden. Sie spüren, wenn etwas unfair ist oder eben, wenn ihnen Schmerz in jeglicher Form zugefügt wird. Dann werden sie einfach wütend! Jedes Kind ist anders, genauso wie jeder Mensch anders ist. So fallen die Reaktionen bei Wut verschieden aus. Wütend zu sein wird Kindern abtrainiert. Klar, wer wütend ist, muss lernen damit umzugehen. Doch heute wird diese Emotion schlichtweg auch unterdrückt. Wollen wir nicht, dürfen wir nicht, gibt es nicht. Damit wird alles noch schlimmer! An die Stelle von Wut kommt dann das Gefühl, ständig frustriert und unzufrieden zu sein. Diese anerzogenen Verhaltensregeln gegen Wut brennen sich tief in uns ein und programmieren unser Mindset.

Wütend, weil etwas nicht klappt

Wie oft bist du schon wütend geworden, weil du etwas einfach nicht konntest, weil es einfach nicht so funktionierte wie du dachtest? Diese Frage kannst nur du dir beantworten. Dieses Gefühl der Wut, wenn es nicht so läuft, wie wir denken haben Kinder in der Trotzphase häufig. Vielleicht hast du diese überschäumende Wut bei kleinen Kindern schon miterlebt. Sie sind in diesem Moment zutiefst frustriert und traurig.

Dürfen kleine Kinder spielen und ausprobieren geht es gut und sie sind einfach neugierig. Sobald Erwachsene ihnen zeigen wollen, wie es geht oder sie einer Beschreibung folgen sollen, kommt diese Frustration. Die Wut, dass sie es nicht auch so schaffen. Sie haben Vorstellungen und Erwartungen an sich selbst, die sie jetzt nicht erfüllen können. Hier kommt dieses Gefühl „zu wenig gut zu sein“. Kennst du das auch? Wie oft machst du etwas zum ersten Mal und hast das Gefühl, es muss gleich klappen und du musst erfolgreich sein? Vielleicht stehst du da voll drüber aber ich habe gemerkt, dass dieses Denken, das ich hatte, mich immer wieder blockierte. Diese eigene Erwartung, die sich gar nicht erfüllen kann. Das macht traurig, es schmerz und macht wütend.

2. Was Wut bewirkt

So reagiert dein Körper auf deine Wut

Wut ist eine Stressreaktion und versetzt deinen Körper in Alarmbereitschaft. Er schüttet die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol und viele Hormone mehr aus. Der Blutdruck steigt, und auch der Puls klettert in die Höhe. Dein Hirn schaltet auf vom Frontallappen zum Stammhirn und genau das kann Wut so gefährlich machen. Das Stammhirn wird auch Reptilienhirn genannt und zeigt an, dass wir nur noch programmiert handeln und nicht mehr „uns selbst“ sind. Wir werden einfach mal vom Stammhirn gesteuert.

So wird unterdrückte Wut gefährlich

Wenn du deine Wut immer unterdrückst, breitet sie sich in dir aus wie ein schleichendes Gift. Du wirst immer unzufriedener und weisst nicht warum. Sie ist oft dafür verantwortlich, dass du dich immer mehr schuldig und unverstanden fühlst. Du merkst selbst, wie du immer schlechter gelaunt wirst und kannst dich manchmal selbst nicht mehr ausstehen. Es braucht nicht viel und du wirst wütend. Eine latente Gereiztheit macht sich in dir breit und das fühlt sich stressig an. Das ist es auch, weil du durch die unterdrückte Wut einen ständigen Stresslevel hast.

Bei älteren Menschen sieht man diese innere Wut in Form von Verbitterung im Gesicht sehr. Sie benehmen sich ätzend und niemand hat Lust, in ihrer Nähe zu sein. Ja, viele Menschen werden durch ihre stets unterdrückte Wut richtiggehend boshaft zu allen anderen. Immer mehr trifft dies leider schon auf sehr junge Menschen zu. Das Aggressionspotenzial steigt immer mehr, je stärker die Wut unterdrückt wird. Es braucht wenig und jemand tickt total aus. Alles Auswirkungen von stets unterdrückter Wut.

Männer die ihre Frauen schlagen sagen dann immer: „Sie hat mich so wütend gemacht, ich wollte das gar nicht aber sie hat es verdient!“ Meistens ist es so, dass sie ihre unterdrückte Wut des Tages oder des Lebens an ihrer Frau und ihren Kindern auslassen WOLLEN und nach jedem Grund suchen, warum sie ausgerastet sind. Wenn Frauen ihre Männer und Kinder schlagen, ist es genau gleich. Es wird nach einem Ventil gesucht, damit sich diese aufgestaute Wut endlich entladen kann.

Wer ängstlich und frustriert ist, sucht Schuldige

Wer frustriert ist, sich selbst schuldig fühlt und oft ängstlich ist, sucht sich Schuldige dafür. So wird am falschen Ort nach den Gründen für die eigene Gefühlslage gesucht. Leider trifft das auf Vorgesetzte genau so zu, wie in der Schule oder Familie. Die eigenen, negativen Gefühle suchen sich jemanden aus, der dafür verantwortlich ist. Meistens natürlich am falschen Ort.

Durch dieses Verhalten werden andere Menschen verletzt, die mit dem allem gar nichts zu tun haben. Das ist eine Spirale, die sich immer weiter zieht. Je mehr die eigene Wut in dem Moment unterdrückt wird, wo sie angebracht ist, sucht sie sich später ihre „Opfer“. Dadurch werden die Ursachen für die Wut überdeckt und die Wut kann nicht sinnvoll genutzt werden.

Wut ist mehr als Ärger oder Frust

Es heisst, du sollst nicht länger wie 20 Minuten wütend sein und dann wieder deinem Alltag nachgehen. Oft auch, dass Wut nichts bringt, ausser dass du dir selbst damit schadest. Ganz so einfach ist es nicht. Wut schadet genau in dem Moment dir selbst, in welchem du sie gegen dich selbst richtest. Wenn du nicht erkennst, was genau dich wütend macht. Schaue genau hin, was deine Wut ausgelöst hat. Ist es wirklich diese Situation oder ist es vielmehr die Erinnerung an etwas, das du einmal erlebt hast?

Du kannst ärgerlich oder frustriert sein, wenn etwas nicht läuft, wie geplant. Dann bist du über dich selbst enttäuscht und auch das verletzt. Wenn eine Verabredung nicht klappt, Kunden abspringen, Zoff mit den Kindern, dem Partner oder der Familie und einiges mehr. Dann bist du enttäuscht und das macht ärgerlich und ist frustrierend. Das macht auch kurzfristig wütend, weil es schmerzt. Hier ist es richtig, diesem Gefühl bewusst 10-20 Minuten Raum zu geben und weiter zu machen. Alles andere bringt nichts. Wenn du dich darin verbeisst und dich in Klagen und Schuldzuweisungen verlierst, kommst du nicht weiter. Frage dich dennoch, um was es dabei geht. Was genau ärgert dich?

Wut ist eine natürliche Reaktion auf Schmerz

Wut ist sinnvoll, damit du dich gegen Angriffe wehren kannst, die gerade jetzt passieren. Es ist ein Verteidigungsmechanismus in Momenten, in denen du körperlich oder emotional angegriffen wirst. In solchen Momenten ist es wichtig, dass du deine Wut behandeln kannst wie ein Dompteur die Raubtiere. Ja, die Wut ist manchmal wie ein Raubtier, das für dich und andere gefährlich werden kann. Wie oben schon beschrieben, wird Wut gefährlich, wenn sie in Aggression umschlägt. Dann hilft dir deine Wut überhaupt nicht und ist auch nicht sinnvoll.

Hinter der Wut sind schmerzhafte Erfahrungen, die du gemacht hast. Wut ist eine gute Barriere um Schmerz und Trauer nicht zu fühlen. Menschen, die sich scheinbar grundlos über jede Kleinigkeit aufregen und wütend sind, weichen diesem Schmerz aus. Doch was macht denn diesen Schmerz aus? Die vielen, vielen Verletzungen jeglicher Art, denen Menschen ausgeliefert sind. Denn diese Verletzungen zeigen sich sehr verschieden: Trauer, Frustration, Ohnmacht, Hilflosigkeit – all die vielen Kränkungen, das Fehlen von Anerkennung und Wertschätzung, immer wieder aufkommende Sticheleien und vieles mehr.

Diese Erfahrungen verletzen und tun emotional weh. Wie oft hast du schon über einen Witz auf deine Kosten mit gelacht und dabei war es dir in dem Moment alles andere als zum Lachen? Doch so verhalten sich viele Menschen, um nicht negativ aufzufallen. Um nicht als Spielverderber und Spassbremse zu gelten.

3. Drei konkrete Situationen in Business & Alltag, die wütend machen

Jacqueline Bürker Blog Wut
Wenn du vor Wut aus der Haut fahren könntest – durchatmen!

Die fiesen, verbale Attacken

Angriffe geschehen heute viel weniger auf der körperlichen Ebene, als vielmehr sehr subtil auf der verbalen Ebene. „Ich meine es nicht wertend was ich jetzt sage, also nimm es nicht persönlich aber…“ ist meistens der Eröffnungssatz zu einem Rundumschlag der seine Treffer unter der emotionalen Gürtellinie landet.

Nur wegen der Einleitung „ich meine es nicht wertend“ ist plötzlich alles erlaubt, das aus der tiefsten „Triebschublade“ hervorgeholt werden kann. Der persönliche Mistkübel eines Menschen, wird in einer unsäglichen, verbalen Kanonade über einen anderen ausgeleert. Sei dies unter vier Augen oder wenn andere dabei sind. Wehrt sich die betroffene Person, heisst es nur „du bist eben nicht kritikfähig und nimmst alles persönlich“. Ein weiterer, verbaler Schlag der übelsten Sorte.

Heute wird die mieseste Praline in das bunte Papierchen „es ist nicht wertend (persönlich), ich meine es nur gut mit dir“ verpackt. Egal ob aus dem Freundeskreis, von Bekannten, Partnerinnen und Partnern, in Schulen oder im Business-Bereich – diese Technik wird fast tagtäglich angewandt. Es ist oft der Start zu Mobbing. Ja, auch im engsten, sozialen Bereich geschieht Mobbing. Wie überall, wird es natürlich getarnt als „ich meine es ja nur gut mit dir“ oder „ich muss dich vor dir selbst schützen“ oder „es geht mich ja nichts an aber…“. Logisch, dass du in solchen Momenten deiner Wut hilflos ausgeliefert bist und sie nicht richtig nutzen kannst. Denn es ist doch so „freundlich“ gemeint.

Eine Form der Demütigung: In Zuckerguss verpacktes Gift

Ja, es gibt diese Situationen, in welchen dir jemand mit unschuldigem Augenaufschlag, einem Lächeln und zuckersüsser Stimme den Giftstachel setzt. Dich von oben herab behandelt, wie ein unfolgsames Kind das man nachsichtig tadelt. Auf diese Weise jemanden zu demütigen ist sehr perfide. Frauen sind darin echte Meisterinnen, doch auch Männer können das gut.

Es ist diese ganz bewusste Ausnutzung einer vermeintlichen oder echten Schwäche des andern. Hast du so etwas schon einmal erlebt? Entweder ist es dir selbst passiert oder du hast es beobachtet? Es ist eine sehr fiese Taktik, die aber unglaublich grosse Wirkung hat. Denn wer diese Formen der Demütigung erlebt, könnte vor Scham im Boden versinken! Egal was du tust, es wird als Überreaktion abgetan! Das ist richtig, richtig mies und wird sehr oft eingesetzt. Das macht jemanden völlig zu Recht wütend! Das Problem dabei ist, dass die Wut aufgestaut wird und sich später gegen einen selbst richtet. Wie das geht? In Form von wüsten Selbstbeschuldigungen. Auch so nutzt du deine Wut nicht sinnvoll, sondern richtest sie gegen dich. Du bestrafst dich sozusagen für die Boshaftigkeit anderer gegen dich. Das ist eine sehr wirkungsvolle Waffe, denn du richtest sie immer wieder gegen dich selbst.

Die inkompetenten Schreihälse

Ja, es gibt sie noch immer in weiblicher und männlicher Form: Die Schreihälse die laut werden, Türen knallen, mit Unterlagen und Gegenständen werfen, auf den Tisch hauen und so ihre stärkere Position beweisen wollen. Meist sind es Eltern, Lehrpersonen, Vorgesetzte, Freunde, Partnerinnen oder Partner die sich so verhalten. Manchmal aber auch Kunden die ihrem, eh schon angestauten Ärger, Luft machen.

Sind wir ehrlich, die sind nicht dramatisch. Da können alle sehen wie dämlich sich jemand benimmt. Heute machen diese Schreihälse keinen Eindruck mehr. Führen sie sich so bei Kindern auf, ist dies für diese sehr schlimm und bedrohlich. Solche Erlebnisse können Kinder traumatisieren und sie als Erwachsene in solchen Situationen zu handlungsunfähigen Menschen machen. Das macht es sehr schwer wütend zu sein und diese Emotion auch sinnvoll einzusetzen. Wer als Kind solche Ausbrüche anderer nicht erlebt hat, für den ist dieses Verhalten nur eine Lachnummer.

So kannst du dich gegen solche Angriffe wehren

All diese vielen Formen von verbalen Attacken bringen dich oft in eine peinliche Situation. Vielleicht ist es so schlimm, dass du vor Scham am liebsten im Boden versinken würdest. Vielleicht handelst du aus dem Affekt heraus falsch und fühlst dich dann deswegen sogar noch schlechter.

In oben beschriebenen Situationen kannst du vielleicht nur innerlich wütend sein und hast nicht den Mut dich zu wehren. Darf man in solchen Situationen wütend werden? Ja! Stoppt man Schreihälse ist das ganz ok, denn diese haben sich selbst disqualifiziert. Hast du in dieser Situation nicht gerade eine Retraumatisierung aus der Kindheit, kannst du locker und ruhig Kontra geben. Es trifft dich nicht, wenn die andere Person tobt. Im Gegenteil, kannst du es lächerlich machen. Anders verhält es sich natürlich, wenn du unverarbeitete Erlebnisse hast. Denn dann wirkt so ein Schreihals unglaublich bedrohlich und du kannst weder denken, reden noch vernünftig darauf reagieren.

Clever reagieren auf freundlich-fiese Angriffe

Das Problem sind vielmehr diese in Zuckerguss verpackten Giftstachel und die subtilen, verbalen Attacken. Diese Menschen, die das anwenden, wissen meistens ganz genau, was sie tun. Sie kennen die wunden Punkte von Menschen und nutzen dieses Wissen gezielt aus. Natürlich triggert das deine Wut an und du schäumst innerlich. Wenn du in solchen Situationen laut wirst, dann bist du die Person, über die man die Nase rümpft. Das denkst du jedenfalls und hältst den Mund. Ganz anders nehmen das andere um dich herum wahr. Die merken oft sehr genau welches Spiel gespielt wird. Sie sind nur ruhig, damit sie selbst nicht das Fett weg kriegen.

Du darfst dich auch in solchen Situationen wehren. Klar sagen, dass dies keine Kritik ist, sondern eine perfide und unwahre Abwertung ist. Den Raum verlassen und dich bewegen hilft dir, wieder klar zu denken. Ja, auch ruhig ein Meeting verlassen ist erlaubt. Denn das Meeting ist in diesem Moment für dich sowieso gelaufen. Klares Denken ist nicht mehr möglich. Du zeigst Stärke und Grösse, wenn du dir das nicht gefallen lässt. Der anderen Person klar sagst, dass das nur eine miese Nummer ist, um von sich selbst abzulenken und du dir das nicht gefallen lässt. Du kannst den Spiess auch umdrehen und sagen: „Ohne zu werten aber mir fällt auf, dass…“. Wichtig für dich ist es, dass du dir klar wirst, an was dich solche Situationen erinnern. Hättest du so etwas vorher nie erlebt, würde es an dir abperlen wie Wasser an den Enten.

Du bist in solchen Situationen nur überfordert und wütend, wenn du früher schon solche Erlebnisse hattest. Erlebnisse die darauf abzielen, dass du unfähig, zu wenig gut, zu unachtsam oder was auch immer, bist. Dann kriecht dieser alte Schmerz hoch, diese frühere Ungerechtigkeit und mischt sich mit der jetzigen Situation.

4. Wie du deine Wut sinnvoll nutzen kannst

Du wehrst dich sofort

Bei verbalen Angriffen in Form und Vorwürfen und Anschuldigen gibt es diese kurz auflodernde Wut, bei der du aber immer noch klar denken kannst und souverän bleibst. Du gibst sachlich Kontra und die Sache ist schnell erledigt. Diese Wut ist eine gesunde Abgrenzung gegen Übergriffe. So ungefähr wie eine Schutzmauer die kurz hochfährt, um einen Angriff abzuwehren. Diese Wut klingt danach schnell wieder ab. Das ist die gesunde Wut, mit der du klare Grenzen ziehst.

Eine andere Situation, wenn dir jemand deine Tasche, deinen Koffer oder dein Auto klauen will. Auch da wirst du kurz und heftig wütend und wirst dein Eigentum verteidigen und den Dieb in die Flucht schlagen. Auch hier nutzt du deine Wut sinnvoll und lässt dich nicht einfach bestehlen.

Wenn du dich nicht gleich wehren kannst

Es gibt Situationen, bei denen dein Stresslevel so hoch ist, dass du dich nicht wehren kannst. Dann kommt diese Wut in dir auf, die nach einem Vorfall ewig lange in dir nagt und frisst und immer und immer wieder auflodert. Diese unglaubliche Wut, die dir den Atem raubt und dein Herz rasen lässt. Diese Wut, die du gar nicht los wirst. Diese Wut ist wie ein Schwelfeuer, das jeden Moment wegen „Nichts“ wieder hell auflodern kann. Dies ist die ungesunde Wut, die dir und den Menschen um dich herum das Leben schwer macht. So nützt er dir nichts wütend zu sein, weil du dich damit immer wieder neu verletzt.

Diese Wut ist immer irgendwie da und du wirst sie gar nicht richtig los. Es ist wirklich wichtig den Mut zu haben, dass du dich mit dieser Wut auseinandersetzt. Denn sie vergiftet dich und dein Leben immer mehr. Du wirst dadurch zu einem Menschen, bei dem man nie weiss, woran man ist. Der geringste Anlass und diese Wutflamme lodert hell auf und lässt dich ausflippen. Nun wirst du wütend über diese unkontrollierbare Wut und vor allem über dich. Das ist auf Dauer echt ungesund und verdirbt dir viele Chancen im Leben.

Jacqueline Bürker Blog Wut
Erkennen was schmerzt ist, wie wenn die Wolkendecke aufreisst und sich der blaue Himmel zeigt.

Mutig hinter die Wut schauen und erkennen um was es geht

Wenn du an diese eine Situation denkst und immer wieder diese Wut in dir aufsteigt, ist es ganz wichtig zu erkennen, was hinter dieser Wut steckt. Wut entsteht immer dann, wenn eine Verletzung stattfindet oder eine alte Verletzung aufgerissen wird. Sei dies ein Verlust, Vertrauensmissbrauch, du ausgenutzt wirst, deine Ideen geklaut werden, du respektlos behandelst wirst, man dir für etwas ungerechtfertigt die Schuld gibt, hinter deinem Rücken Unwahrheiten über dich verbreitet werden und so weiter. Du weisst selbst wie viele Facetten von Reaktionen, Handlungen und Verhalten es gibt, die eine Verletzung hinterlassen. Bleibe nicht in dieser Wut stecken, sondern beginne sie für dich sinnvoll zu nutzen.

Je grösser die Wut, je grösser die Verletzung dahinter

Du kannst darauf gehen: Je grösser die Wut ist und lange anhält, je tiefer ist die Verletzung dahinter. Natürlich geht es nun nicht nur um diese eine Situation. Es sind Erfahrungen und Erlebnisse, die du immer und immer wieder machst. Richtest du nun deine Wut gegen dich selbst, dann schadet dir das ungemein. Das geschieht, wenn du dir selbst die Schuld an allem gibst. Je stärker und langanhaltender die Wut ist, je mehr geht es um Gefühle von Ohnmacht. Dem Gefühl, in Situationen gefangen zu sein, ohne etwas tun zu können. Damit einher geht aber auch das tiefe Gefühl, dass du dich nicht wehren kannst oder darfst. Dahinter liegen starke Ängste verborgen.

Es gibt sehr viele Menschen, die steigern sich durch diese immer glimmende Wut in eine Opferrolle hinein. Dabei werden sie selbst zu Tätern, die anderen Leid zufügen. Sie brauchen immer Schuldige und finden sie auch. Sie erschaffen sich Feindbilder, die es nicht gibt und manövrieren sich so immer mehr ins Aus. So ist die Wut nicht sinnvoll eingesetzt, sondern sie wird zur Abrissbirne.

Wie du die Verletzung hinter der Wut erkennen kannst

Du kannst deine Wut besser kennen lernen und sie sinnvoll nutzen, wenn du dir Zeit nimmst und aufschreibst, was dich gerade so wütend macht. Schreib auf, wie du dich dabei fühlst und was dich verletzt. Später liest du es nochmals durch und überlegst dir einmal, an welche Situationen dich das erinnert und schreibst dies auch auf. Mit diesem „Wut-Tagebuch“ kannst du Muster erkennen, wann du wütend wirst, wie du dich dabei fühlst und wann dir etwas Ähnliches auch schon passiert ist. Du erkennst auch, wann du dir selbst die Schuld gibst und wie das für dich ist. Oft lernen wir, nicht auf die Person wütend zu sein, auf die wir es sollten, sondern auf uns selbst.

Je besser du erkennst, was dich wirklich verletzt, je konstruktiver kannst du dich zur Wehr setzen, ohne in deine Wutmuster zu verfallen. Wut ist ein Ausdruck von Hilflosigkeit und Ohnmacht. Es wird in deinem Leben immer wieder solche Situationen geben, die dich verletzen und traurig machen. Es wird immer wieder Menschen geben, die dich ganz bewusst durch ihre Handlungen, ihre Reaktionen und ihr Verhalten schlecht behandeln. Wichtig ist nur, dass du dies erkennst und diese Menschen aus deinem Leben wirfst.

Souverän zu sein bedeutet,

dass DU deine Gefühle und Emotionen

kontrollieren kannst und nicht SIE DICH.

Je mehr du erkennst, wie du mit Wut umgehst und was dich wütend macht, desto weniger bist du der Spielball von anderen. Dann prallen diese miesen Touren an dir ab. Du kannst dich sachlich dagegen wehren und es wird uninteressant dich so zu behandeln. Das Spiel macht nur Spass, wenn es Mitspieler gibt.

Hast du noch Fragen oder möchtest du mehr darüber wissen, dann schreib mir einfach.

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Hi, ich bin Jacqueline

Ich bin Expertin für Positionierung, Strategie und Mindset und unterstütze Selbständige und kleine Unternehmen dabei mit ihrer klaren Positionierung online neue Kunden zu gewinnen.

Ich liebe es morgens mit einem Kaffee in den Tag zu starten und mit unserem Hund Billy durch die Natur zu streifen genau so sehr, wie Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Abends entspanne ich mich auch gerne auf der Couch mit einem spannenden Buch und einem leckeren Zimttee Hier erfährst du mehr über mich.

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